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Unsere Klassen

Fünf Klassen, zwei Elemente. Vom 1937 entworfenen Selbstbau-Schlitten bis zur Formel 1 der Strandsegler.

DN G 633 auf dem Eis

Eis

DN

Einmann-Eisyacht · Einheitsklasse

Der DN ist die mit Abstand verbreitetste Eisyacht der Welt und die einzige international gesegelte Eissegel-Einheitsklasse. Benannt ist er nach der Zeitung Detroit News, die 1937 einen Wettbewerb ausschrieb: Eine Eisyacht sollte günstig sein, im Do-it-yourself-Verfahren gebaut und auf dem Autodach transportiert werden können.

Die Klassenregeln sind streng: Der Rumpf muss aus Holz sein, die Planke und die Kufenkörper haben einen Holzkern. Zugeständnisse gab es beim Mast – vom Holzmast über Aluminium und GFK bis zum heutigen Carbon. Gesegelt wird liegend, der Rumpf ist etwa 50 Zentimeter breit.

Ein konkurrenzfähiger DN mit kompletter Ausrüstung kostet heute mehr als 15.000 Euro. Gebrauchte Schlitten gibt es ab etwa 1.200 Euro – und damit hat man genauso viel Spaß.

Länge
3,66 m (12 ft)
Kufenplanke
2,44 m (8 ft)
Mast
4,88 m (16 ft)
Segelfläche
5,57 m² (60 sq ft)
Gewicht
ca. 45–70 kg segelfertig
Besatzung
1
Klassenvereinigung
IDNIYRA, gegründet 1962 · rund 2.000 Mitglieder in 20 Ländern
Meisterschaften
Weltmeisterschaft und Europameisterschaft jährlich
Monotype XV G-57 „Wind Handwerk“ auf dem Eis

Eis

Monotype XV

Zweimann-Eisyacht · Einheitsklasse

Die Monotype XV wurde 1932 vom estnischen Konstrukteur Erik von Holst entworfen und hatte ihre Blüte in den dreißiger Jahren. Sie ist die klassische europäische Eisyacht: groß, elegant und mit 15 Quadratmetern Segel deutlich kräftiger als der DN. Gesegelt wird sie zu zweit.

Auch hier sind die Klassenvorschriften streng: Rumpf, Planke und Mast müssen aus Holz sein, Carbon und GFK sind nicht erlaubt. Die Kufen sind aus Stahl. Eines unserer Mitglieder nimmt regelmäßig an der Europameisterschaft der Klasse teil.

Länge
7,5 m
Breite
4,2 m
Mast
7,2 m
Segelfläche
15 m²
Mindestgewicht
205 kg
Besatzung
2
Bauweise
Vollholz, Stahlkufen
Meisterschaften
Europameisterschaft jährlich
Klasse-3-Segelwagen auf Rømø

Strand und Eis

Klasse 3

Segelwagen · Konstruktionsklasse

Die Klasse 3 ist die Formel 1 des Strandsegelns: eine der größten Klassen Europas, mit Profilmast und Rümpfen, die nach einer Box Rule frei konstruiert werden. Auf hartem Sand erreichen die Wagen bis zu 130 km/h.

Bei uns fahren Klasse-3-Wagen auch im Winter – dann mit Kufen statt Rädern als Rennmaschinen auf dem Eis. Zum Führen braucht man in Deutschland den Pilotenschein mit zusätzlicher Einweisung für die großen Klassen.

Klassenregel
FISLY Box Rule (Konstruktionsklasse)
Mast
Profil-/Flügelmast
Geschwindigkeit
bis ca. 130 km/h
Besatzung
1
Lizenz
Pilotenschein + Einweisung große Klassen

Strand

Standart

Segelwagen · Einheitsklasse

Der Standart wurde in den 1980er Jahren vom Weltverband FISLY ins Leben gerufen, um den rasant steigenden Kosten durch teure High-Tech-Materialien wie Carbon oder Titan in den Konstruktionsklassen etwas entgegenzusetzen. Als Einheitsklasse mit identischen Wagen entscheidet hier der Pilot, nicht das Material.

Klassenregel
FISLY Einheitsklasse (One Design)
Besatzung
1
Seit
1980er Jahre

Strand

Libre

Segelwagen · freie Konstruktion

Libre heißt frei: In dieser Klasse ist die Konstruktion des Segelwagens weitgehend offen. Technische Daten und Fotos unserer Libre-Wagen folgen. (folgt)

Klassenregel
freie Konstruktion
Besatzung
1

Was die Segelnummer verrät

Beim DN steht der Buchstabe vor der Zahl für das Land: G für Deutschland (G 633), Z für die Schweiz, P für Polen. Die Nummer ist personengebunden und wird von der nationalen Flotte vergeben – bei uns über DN-Germany.