Was Strandsegeln ist
Ein Segelwagen ist ein leichter Dreiradwagen mit Mast und Segel. Auf hartem, flachem Sand bei ablaufendem Wasser erreicht er Geschwindigkeiten, die kein Segelboot schafft: Die großen Klassen fahren bis zu 130 km/h. Das Prinzip ist das gleiche wie auf dem Eis – wenig Widerstand, viel scheinbarer Wind.
Der Sport ist rund 400 Jahre alt. Um 1600 baute der niederländische Mathematiker Simon Stevin einen Segelwagen für den Prinzen von Oranien. Anfang der 1950er Jahre fuhren die ersten Segelwagen am Strand von St. Peter-Ording.
Wo wir strandsegeln
Unsere Strandreviere liegen in Dänemark: die breiten, festen Strände von Rømø und Fanø. Dort treffen sich Strandsegler aus ganz Nordeuropa, und dort fahren unsere Klasse-3-, Standart- und Libre-Wagen.
Pilotenschein und Versicherung
In Deutschland sind Strandsegler im Deutschen Segler-Verband organisiert; international im Weltverband FISLY mit 21 Mitgliedsländern. Der DSV empfiehlt wegen der hohen Geschwindigkeiten dringend eine Ausbildung mit dem FISLY-Pilotenschein (ab 14 Jahren, Theorie und Praxis). Der Pilotenschein ist in der Regel Voraussetzung, um einen Wagen zu leihen und eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.
Der Grundschein berechtigt zum Führen von Segelwagen bis zur Größe der Klasse 5 Promo. Für die großen Klassen – also auch unsere Klasse 3 – ist eine zusätzliche Einweisung nötig, die im Pilotenschein vermerkt wird.
Vom Strand aufs Eis
Einige unserer Segelwagen fahren im Winter auf Kufen: Räder ab, Kufen dran, und aus dem Klasse-3-Strandsegler wird eine der schnellsten Maschinen auf dem Eis.